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Craft: Öffentliche Beta gestartet

Teaser zum Artikel "Was gibt es Neues in Craft CMS 1.3?"

Nach 27 Monaten und über 12.500 Stunden Entwicklungsarbeit ist Craft endlich in der öffentlichen Beta. Seit Ende 2012 testete eine kleine Gruppe die geschlossene Beta, nun kann es jeder ausprobieren.

Today’s the day: After 27 months of about 12,500 total man hours, 3,483 commits, three product strategies, 31 redesigns, 7 major architecture shifts, countless code refactors, one name change, and approximately 327 liters of consumed Jameson, it is my very great pleasure to introduce you to Craft.

— Pixel & Tonic

Warum der Namenswechsel?

Craft hieß früher Blocks. Der Namenswechsel hatte teilweise rechtliche Gründe, doch viel wichtiger war, dass der alte Name einfach nicht mehr passte.

Blocks startete 2011 als kleines CMS. Pixel & Tonic plante, es in sechs Monaten fertigzustellen. Aus sechs Monaten wurden jedoch weitere sechs, dann noch einmal sechs, bis klar wurde, dass aus dem Nebenprojekt etwas deutlich Größeres entstand.

Der Name „Blocks" spiegelte dies nicht wider und sprach auch nicht die richtige Zielgruppe an. Craft richtet sich an Menschen, die ihre Arbeit ernst nehmen: Entwickler, die jeden HTML-Tag von Hand schreiben und keine fertigen Themes nutzen. Das englische Wort „Craft" steht für Handwerk und Können, ein Name, der diese Philosophie deutlich besser trifft als „Blocks" es je konnte.
 

Erster Eindruck

Dieser Release ist für mich persönlich bedeutsam. 2005 entwickelte ich meine erste WordPress-Seite und war sofort begeistert. Die einfache Installation, das flexible Theming-System und die große Community machten WordPress schnell zu meinem Standard. 2007 entdeckte ich ExpressionEngine, das einen anderen Ansatz verfolgte: weniger Einschränkungen, mehr Kontrolle über die Inhaltsstruktur. Es wurde ebenfalls zu einem Favoriten, auch wenn ich es bei weniger Kundenprojekten einsetzen konnte, als ich mir gewünscht hätte.

Das Jahr 2013 könnte für mich ein weiterer Wendepunkt sein. Der erste Eindruck von Craft ist vielversprechend, und die öffentliche Beta ist die erste echte Gelegenheit, das CMS in der Praxis zu testen.

Allerdings fehlen mir noch einige Funktionen, bevor ich Craft für Kundenprojekte einsetzen kann. Besonders auffällig ist die fehlende Matrix-Funktionalität. Matrix ist ein Plugin, das Pixel & Tonic für ExpressionEngine entwickelt hat und das ermöglicht, wiederholbare Inhaltsblöcke flexibel zu strukturieren, etwa eine Seite, die abwechselnd aus Textabschnitten, Bildern und Zitaten besteht, in beliebiger Reihenfolge und Anzahl. Es gehört zu den besten Entwicklungen des Teams, und es ist überraschend, dass es bislang keinen Weg in Craft gefunden hat. Hoffentlich steht es auf der Roadmap.

Thomas Sausen

Webentwickler

Selbstständiger Webentwickler, der 2005 mit WordPress-Websites anfing, dann zu ExpressionEngine wechselte und 2013 sein Herz an Craft CMS verlor. Als Gründer von Craftentries, berichtet er seit 2015 über das Craft-Ökosystem.