Neu in Craft CMS 2.1
Zwei Monate nach dem Release von Craft 2 zieht Pixel & Tonic eine positive Bilanz.
Dieser Artikel ist über 12 Jahre alt. Beschriebene Funktionen und Vorgehensweisen können sich seitdem geändert haben.
The response to the new features and pricing model was overwhelmingly positive, and excitement surrounding the platform is at an all-time high right now. We feel so honored to be able to serve you guys – you’ve made this whole CMS thing a lot of fun.
Craft 2.1 bringt 90 neue Funktionen und Verbesserungen. Der Schwerpunkt liegt auf redaktionellen Workflows und dem User-Management. Während Craft 2.0 das technische Fundament schuf, unter anderem mit Element Types, Matrix und Kategorien, fokussiert Craft 2.1 den redaktionellen Alltag: Wie teile ich Entwürfe? Wie verwalte ich Versionen? Wie konfiguriere ich das System für meinen Workflow?
Der Share-Button
Das auffälligste neue Feature ist der Share-Button neben dem Live-Vorschau-Button. Er erzeugt eine zeitlich begrenzte URL, über die ein Eintrag, ein Entwurf oder eine Version im Frontend aufgerufen werden kann, ohne dass der Empfänger einen Login benötigt.
Vor 2.1 bedeutete „Entwurf zeigen" entweder, einen Screenshot zu schicken oder dem Auftraggeber Zugang zum Control Panel zu geben. Beides war unbefriedigend. Der Share-Button löst das elegant: ein Link, kein Login, zeitlich begrenzt. Laut Pixel & Tonic war er nach einem Tag im Einsatz auf der eigenen Website bereits unverzichtbar.
Einträge und Versionierung
Das Draft- und Versionssystem wurde in 2.1 grundlegend überarbeitet. Die wichtigsten Änderungen:
- Einträge können sofort als Entwurf gespeichert werden, ohne vorher publiziert worden zu sein
- Entwürfe erhalten anpassbare Namen und Notizen, zum Beispiel „Homepage Redesign v3" statt „Entwurf 1"
- Beim Speichern lassen sich Änderungsnotizen hinterlegen, ähnlich wie Commit-Messages in Git
- Ältere Versionen können per „Revert entry to this version"-Button wiederhergestellt werden
- Die Versionierung lässt sich pro Sektion ein- und ausschalten
- Das System warnt beim Verlassen einer Seite, wenn ungespeicherte Änderungen vorliegen
Neue Config-Einstellungen
Craft 2.1 erweitert die Konfigurationsmöglichkeiten deutlich. Einige der nützlichsten neuen Einstellungen:
- useEmailAsUsername – das Username-Feld entfällt, die E-Mail-Adresse wird direkt als Login verwendet
- generateTransformsBeforePageLoad – Bildtransformationen werden beim Speichern generiert statt erst beim ersten Seitenaufruf, was die Performance bei bildlastigen Seiten deutlich verbessert
- isSystemOn – der System-Status lässt sich per Config steuern statt nur im Control Panel, was einen Maintenance-Mode per Deployment ermöglicht
- purgePendingUsersDuration – unbestätigte Benutzerkonten werden nach einem konfigurierbaren Zeitraum automatisch gelöscht
- autoLoginAfterAccountActivation – Benutzer werden nach der E-Mail-Bestätigung automatisch eingeloggt
Assets
Dateinamen unterliegen ab 2.1 kaum noch Einschränkungen. Dateien lassen sich direkt im Bearbeitungsmodal umbenennen, ohne FTP-Zugang. Die maximale Upload-Größe ist nun über maxUploadFileSize konfigurierbar. Wer zwischen GD und Imagick wählen möchte, kann dies über die neue imageDriver-Einstellung tun.
Templates
In Templates lassen sich Einträge, Assets und Kategorien ab sofort direkt über einen title-Parameter abfragen. Der |date-Filter übersetzt Monatsnamen und Wochentage automatisch gemäß der aktiven Locale. Über neue craft.request.*-Methoden sind UserAgent, Referrer, HostInfo und IP direkt im Template zugänglich.
Fazit
Craft 2.1 markierte den Moment, in dem Craft über die Entwickler-Perspektive hinauswuchs. Der Share-Button mit tokenisierten URLs löste ein Problem, das jeder kannte, der Entwürfe mit Kunden abstimmen musste. Das überarbeitete Draft-System brachte Versionierung, Änderungsnotizen und die Möglichkeit, zu früheren Ständen zurückzukehren, Konzepte, die viele Redakteure aus Word oder Google Docs kannten und in einem CMS bisher vermissten.
Nicht jeder nutzte Drafts aktiv, doch allein die Möglichkeit signalisierte, dass Craft den redaktionellen Workflow genauso ernst nahm wie die technische Architektur.